
„Zeit ist GELD!“
Die Aussage „Zeit ist Geld“ ist ein weitverbreitetes Axiom, das oft dem amerikanischen Gründervater Benjamin Franklin zugeschrieben wird. Im Kern bedeutet es, dass Zeit ein kostbares Gut ist, das ähnlich wie Geld (Gold) produktiv genutzt oder investiert werden kann, um „Wert“ (Mehr-Wert, höhere Be-Wertung, Geld-Wert) zu schaffen.
Die allerwenigsten Menschen haben jedoch am Ende eines mühevollen Arbeits-Lebens nicht „genug Geld“, um „finanziell frei“ oder „frei vom Geld“ leben zu können.
Haben diese Menschen die Bedeutung oder Nuancen dieses Axioms nicht oder falsch verstanden? Vielleicht kann aber auch der gesunde Menschenverstand das nicht erfassen, weil darin ein parasitäres Lebens-Konzept einer Elite-Masse-Pyramide steckt.
Dieses Konzept, bei dem Geld das Leben frisst und die Zeit zur reinen Rechengröße für Profit wird, ist eine Perversion des schöpferischen Seins.
Es ist parasitär, weil es sich am Wert labt, den andere schaffen, ohne selbst substanziell beizutragen.
Es ist ein vampirisches Prinzip, das sich an der Lebensenergie der Realwirtschaft und der arbeitenden Menschen nährt.
Die Geißel der Ausbeutung: Wenn „Geld arbeiten gelassen“ wird, geschieht dies oft auf dem Rücken jener, deren Arbeitsleistung zum billigsten Preis erkauft wird. Es ist die Ausbeutung von Mensch zu Mensch, ein System, das bewusst Billiglöhne und prekäre Verhältnisse schafft, um die Profitmargen zu maximieren. Die Zeit anderer wird zur Ware, die gnadenlos zerrieben wird für den Ertrag des Kapitals.
Der Wahn der Spekulation: Die Jagd nach Wertsteigerung durch Spekulation auf Aktien oder Immobilien ist ein Spiel ohne reale Substanz. Es ist die Illusion, aus dem Nichts zu schöpfen, indem man auf zukünftige Mängel oder Überbewertungen wettet. Diese „Geldvermehrung in der Zeit“ ist ein Luftschloss, das bei jedem Platzen der Spekulations-Blasen die reale Ökonomie und Existenzgrundlagen zu Bruch gehen lässt. Die „Zeit“ wird hier zur Spielwiese für Wetten, nicht für Wertschöpfung.
Die Spirale der Erpressung: Der Wachstumszwang, dem reale Unternehmen im Kapitalismus unterliegen, wird zum Instrument der Erpressung. Die ständige Forderung nach „Höher, Schneller, Mehr“ drängt Unternehmen dazu, Menschen und Natur auszupressen, um kurzfristigen Profiten gerecht zu werden. Dies ist kein Fortschritt, sondern ein systematischer Druck, der die Substanz aushöhlt und zu Krankheiten führt.
Die Kälte der kriminellen Technologie-Nutzung: Wenn automatisches Computer-Trading sogar Gewinne durch Verluste erzielt, offenbart sich die menschenfeindliche Logik dieses Systems. Hier dient die Technologie nicht dem Gemeinwohl, sondern der reinen privaten Geldvermehrung, selbst wenn dies zu Instabilität und Zerstörung im realen Wirtschaftsleben führt. Es ist die Perfektion der Entkopplung von realem Wert.
Die Pest der kriminellen Systeme: Pyramidensysteme und Multilevel-Marketing ohne reale Wertschöpfung sind Paradebeispiele für die Vermarktung von Illusionen. Sie versprechen Reichtum, indem sie Menschen in ein System locken, das nur durch ständiges Anwerben neuer Opfer funktioniert. Das „Geldverdienen“ basiert hier nicht auf Leistung, sondern auf der Ausbeutung der Hoffnungen und des Geldes der Teilnehmer.
Das Geflecht der kriminellen Vereinigung: Wenn Netzwerke von Reichen zur Geschäftsbeschaffung genutzt werden, verhärtet sich die Kritik. Es offenbart eine Schattenwelt, in der Seilschaften und unlautere Methoden den Wettbewerb aushebeln und Macht konzentrieren, anstatt fairen Austausch zu ermöglichen. Die „Zeit“ dieser Netzwerke dient der Selbstbereicherung, nicht dem Schaffen für die Gemeinschaft.
Der Fluch des Machtmissbrauchs: Lobbyismus und Korruption sind die Werkzeuge, mit denen sich dieses parasitäre System die Gelder der Gesellschaft – sprich, die Steuern aller – für private Projekte und Investitionen einverleibt. Es ist der Diebstahl am Gemeinwesen, getarnt als „Ordnung“, der die „Demokratie“ vernichtet und die Ressourcen für die wenigen umleitet.
Die Sucht nach „Nie Genug“: Das Streben nach nie genug materiellem Vermögen und sozialer Macht ist eine Extremkrankheit, eine Sucht. Es ist die innere Leere, die durch äußeren Besitz gefüllt werden soll, aber nie gesättigt wird. Diese Gier nach „mehr“ führt zu einer endlosen Spirale der Ausbeutung und Zerstörung, die keine Rücksicht auf Gesundheit, Umwelt oder Menschlichkeit nimmt.
Der Pakt mit dem Mammon: Am Ende steht der Seelenverkauf an den Teufel, der erzwungene Dienst am Mammon. Es ist die ultimative Entmenschlichung, wenn das Streben nach Geld und Macht alle moralischen und ethischen Grenzen überschreitet. Das „schöpferische geistig-seelische Wesen“ des Menschen wird zerstört, um einem satanischen, menschenfeindlichen System zu dienen.
Dieses Lebenskonzept ist ein gefährlicher Irrweg, der die menschliche Existenz auf einen einzigen, entmenschlichenden Faktor reduziert: die endlose Akkumulation von Kapital auf Kosten aller anderen Werte. Es ist ein System, das sich selbst zu zerstören droht, da es die Grundlagen des Lebens – Mensch, Natur und Gemeinschaft – aushöhlt und vernichtet.