
Die Rolle der BRD im Ukraine-Krieg und die verpasste Friedensmission
Einleitung
Im Stellvertreterkrieg des kollektiven Westens gegen Russland in der Ukraine spielt Deutschland eine zentrale, wenn auch nicht dominierende Rolle. Als „Zünglein an der Waage“ könnte die Bundesrepublik Deutschland (BRD) entscheidend dazu beitragen, den Krieg zu beenden oder eine Eskalation zum globalen Konflikt zu verhindern. Doch warum handelt die BRD-Führung nicht als potentielle Friedensmacht, sondern gegen nationale Interessen und gegen die historischen Verpflichtungen Deutschlands?
Dieser Artikel analysiert die geopolitischen Zwänge, die fehlende Souveränität der BRD und die verpasste Chance, als Mediator für den Weltfrieden zu wirken, und schlägt eine Rückbesinnung auf eine deutsche Friedensmission vor.
Deutschlands geopolitische Rolle
Deutschland liegt geografisch im Herzen Europas und ist historisch sowie kulturell prädestiniert, als Vermittler zwischen Ost und West zu fungieren. Die langen Kriegserfahrungen, insbesondere die Schrecken der Weltkriege, sowie die Verpflichtungen aus dem Potsdamer Abkommen (1945) und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag (1990) legen nahe, dass Deutschland eine aktive Rolle in der Förderung des Friedens übernehmen sollte. Die geistigen Errungenschaften Europas – seine Philosophie, seine Werte von Vernunft und Humanismus – machen Mitteleuropa, insbesondere Deutschland, zum idealen Kandidaten für eine globale Friedensmission. Friedenspolitik könnte und sollte von Deutschland ausgehen, um Konflikte zu entschärfen und eine ausgleichende Rolle zwischen den Großmächten zu spielen.
Warum handelt die BRD nicht als Friedensmacht?
Trotz dieser historischen und geografischen Prädisposition agiert die BRD-Führung nicht im Sinne einer souveränen Friedenspolitik, sondern ist als „Weststaat“ den Interessen der USA (plus Englands, Frankreichs = westliche Besatzungsmächte) untergeordnet. Dafür gibt es mehrere Gründe:
1) Fehlende Souveränität: Seit 1945 steht Deutschland unter starkem Einfluss der USA, was mit der festen West-Integration (NATO, EU, Handelsabkommen) sowie durch die Mitgliedschaft führender Politiker in Organisationen wie der Atlantikbrücke oder den Bilderberg-Konferenzen verstärkt wird. Diese Eliten vertreten amerikanische statt deutsche Interessen, da ihre politischen Karrieren von der Unterstützung durch US-Netzwerke abhängen. Wer sich diesen Netzwerken und ihrer Orientierung entzieht, hat im politischen Wettbewerb der BRD kaum Chancen.
- Hinweis von Lutz Wachter: Vielleicht sollten die verschreckten Besserwisser sich einmal mit den Bereinigsgesetzen 54 / 2006/7/10 auseinandersetzen, um sich nicht als systemkonformer Mythomane zu outen.
2) Geopolitische Abhängigkeit: Während der Ära des Kalten Krieges, insbesondere unter Kanzlern wie Willy Brandt und Helmut Schmidt, genoss die BRD teilweise eine gewisse Autonomie in ihrer Ostpolitik. Seit der globalen Liberalisierung nach 1990 und der verstärkten Welt-Dominanz der USA hat die BRD jedoch an Souveränität verloren. Kanzler wie Helmut Kohl (DDR-Okkupation, deutsche Teilvernichtung, Privatisierung, Globalisierung), Gerhard Schröder (Sozialabbau, Jugoslawienkrieg), Angela Merkel (Masseneinwanderung), Olaf Scholz (Ukraine-Krieg) oder Friedrich Merz (BlackRock) mussten sich den geopolitischen Vorgaben der USA unterordnen, da Deutschland Teil der globalen Einflusszone der USA und des „kollektiven Westens“ ist.
3) Politische und wirtschaftliche Fehlentscheidungen: Die BRD-Führung hat Maßnahmen ergriffen, die gegen nationale Interessen gerichtet sind, darunter:
- Förderung einer problematischen Energiewende, die die deutsche Industrie schwächt.
- Akzeptanz der Sprengung der Nord Stream-Pipelines, die für die günstige Energieversorgung Deutschlands entscheidend waren.
- Umsetzung von Sanktionen gegen Russland, die die deutsche Wirtschaft schwer belasten.
- Unterstützung der militärischen Beteiligung am Ukraine-Konflikt, was die Spannungen mit Russland, einem natürlichen Nachbarn, verschärft.
- Offenheit für fremdkulturelle Masseneinwanderung sowie die Förderung von umstrittenen Ideologien wie „Genderwahn“ oder „Klimawahn“, die gesellschaftliche Spannungen verstärken.
4) Angloamerikanische Dominanz und EU-Ausbeutung: Die Europäische Union wird von der angloamerikanischen Elite als Instrument genutzt, um wirtschaftliche Vorteile zu sichern, wobei Deutschland als Hauptnettozahler finanziell ausgebeutet wird. Die Deindustrialisierung Deutschlands, die durch den Verlust von Energiequellen und Wirtschaftskraft vorangetrieben wird, erinnert an historische Pläne wie den Morgenthau-Plan, der die wirtschaftliche Schwächung Deutschlands vorsah.
Die Folgen der Unterordnung
Die USA sichern durch ihre geopolitische Strategie ihr globales System, opfern dabei jedoch Deutschland und Europa. Die BRD wird in einen Stellvertreterkrieg gegen Russland gedrängt, der nicht nur wirtschaftliche Schäden verursacht, sondern auch die Gefahr einer Eskalation zum Weltkrieg birgt. Die deutsche Wirtschaft, einst Rückgrat Europas, wird durch die Abhängigkeit von US-Interessen und die Folgen von Sanktionen, Energiekrisen und Deindustrialisierung geschwächt. Die politische Elite in der BRD, die diese Politik unterstützt, handelt als „Einflussagenten“ der USA, anstatt deutsche oder europäische Interessen zu vertreten.
Die verpasste Friedensmission Deutschlands
Deutschland könnte (und müßte) seine historische und geografische Lage nutzen, um als Mediator für den Weltfrieden aufzutreten. Eine souveräne deutsche Friedenspolitik würde Folgendes umfassen:
- Vermittlung im Ukraine-Konflikt: Deutschland könnte als neutraler Akteur zwischen Russland und dem Westen vermitteln, um eine Deeskalation zu erreichen, den Krieg zu beenden und eine dauerhafte Friedenslösung fördern.
- Förderung europäischer Autonomie: Statt als Nettozahler der EU ausgebeutet zu werden, könnte Deutschland eine eigenständige europäische Politik fördern, die auf Zusammenarbeit und Frieden basiert.
- Wirtschaftliche und kulturelle Stärke: Durch den Schutz seiner Industrie, insbesondere durch den Zugang zu günstiger Energie (z. B. durch Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Russland), könnte Deutschland seine wirtschaftliche Basis sichern und als Vorbild für eine nachhaltige Friedenspolitik dienen.
- Rückbesinnung auf europäische Werte: Anknüpfend an die philosophischen und kulturellen Errungenschaften Europas könnte Deutschland eine Politik der Vernunft, Humanität und Gerechtigkeit fördern, die Konflikte entschärft, statt sie zu verschärfen.
„Untergang des Abendlandes“ (Oswald Spengler)
Der deutsche Kulturphilosoph Oswald Spengler beschrieb in seinem Werk „Der Untergang des Abendlandes“ (1918) den Zyklus von Zivilisationen, in dem westliche „Demokratien“ in ihrer späten Phase zu autokratischen Systemen werden. Der seit 1945 fortgesetzte Versucht der alleinigen Welt-Dominanz der USA und die Unterordnung der BRD unter deren Interessen, spiegeln diesen Übergang wider. Spengler sah die kapitalistische „Religion der materialistischen Zeit“ als selbstzerstörerisch, was durch die Deindustrialisierung Deutschlands und die wirtschaftliche Ausbeutung durch die angloamerikanische Elite bestätigt wird.
Um zu überleben, müssen die Deutschen
- ihre wahre Souveränität als Volk und Land zurückgewinnen,
- sich von dem westlichen (anglo-amerikanischen) Lebens-Konzept lösen,
- sich des deutschen (Schiller-)Geistes erinnern und danach leben,
- sich ihrer echten historischen Mission erinnern.
Die deutsche Friedensmission als Weg nach vorn
Die Rückbesinnung auf eine deutsche Friedensmission erfordert mutige Schritte:
1) Wiederherstellung der Souveränität:
Deutschland muss sich aus der geopolitischen Abhängigkeit von den USA lösen, indem es eine eigenständige Außenpolitik und Innenpolitik verfolgt, die nationale und europäische Interessen priorisiert.
2) Dialog mit Russland:
Als natürlicher Nachbar könnte Russland (wieder) ein Partner für wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit sein, insbesondere in der Energiefrage, um die Deindustrialisierung zu stoppen.
3) Erneuerung des europäischen Zusammenlebens:
Anstatt als Zahlmeister der EU ausgebeutet zu werden, sollte Deutschland eine europäische Politik fördern, die auf Gleichberechtigung und Frieden basiert.
4) Kulturelle Erinnerung und Erneuerung Deutschlands:
- Rückbesinnung auf die Werte der europäischen Aufklärung (Vernunft, Freiheit, Humanität) könnte Deutschland als moralische Autorität etablieren, die Konflikte durch Diplomatie löst.
- Rückbesinnung auf die völlig andere geistig-kulturelle Mentalitäten der Deutschen (Oswald Spengler: Gegensatz zwischen preußischem Geist (Zusammenwirken zwischen Staat, Volk und Wirtschaft, das auf kollektive Stärke zielt) und der englischen Mentalität des Individualismus, Liberalismus und Kapitalismus, die vom „Händlergeist“ durchdrungen auf Konkurrenz und Profit basiert: Preußischer Sozialismus vs. englischer Kapitalismus
Fazit: Die BRD (Deutschland) steht an einem Scheideweg:
Sie kann weiterhin als abhängiger Akteur im geopolitischen Spiel der USA agieren und damit ihre wirtschaftliche und kulturelle Substanz opfern, oder sie kann ihre historische Verantwortung als Friedensmacht wahrnehmen. Eine souveräne deutsche Friedenspolitik, die auf Vermittlung, wirtschaftlicher Stärke und europäischen Werten basiert, könnte nicht nur den Ukraine-Konflikt entschärfen, sondern auch Europa vor weiterem Niedergang bewahren.
Die Zeit für eine solche Wende ist jetzt, bevor die selbstzerstörerischen Tendenzen der westlichen Ordnung, wie von Spengler vorhergesagt, Deutschland und Europa endgültig in den Abgrund reißen.
Zusatz: Der Kapitalismus widerspricht den Naturgesetzen
Der Kapitalismus macht alles zu einer Ware, weist allem einen Geldwert zu und treibt mit allem Handel, basierend auf Handelsrecht. Dies umfasst nicht nur physische Produkte der Realwirtschaft, sondern auch biologische, soziale und staatliche Elemente, die eigentlich nicht-monetären Prinzipien der Natur folgen sollten.